Steffen Ackermann, Kassel

Preisträger „Große Häuser, kleine Häuser – Ausgezeichnete Architektur in Hessen“ 2008-2013

Umbau des Gemeindezentrums Martinskirche, Kassel

Kassel

Steffen Ackermann, Kassel
Projekt
Umbau des Gemeindezentrums Martinskirche
Architekt
KM architekten bda, Ahnatal-Weimar
Bauherr
Evangelischer Stadtkirchenkreis, Kassel

Umbau des Gemeindezentrums Martinskirche, Kassel

Die Martinskirche, Kassels größte Kirche, liegt zentral in der Innenstadt. Lange Zeit stand das an die Kirche angrenzende, ehemalige Pfarrhaus etwas isoliert am unteren Ende des Martinsplatzes. Durch die Umnutzung zum Gemeindezentrum konnte das Pfarrhaus an die Kirche angebunden und die städtebauliche Situation verbessert werden. Mit dem Umbau wurden die hierfür wichtigen Räume geschaffen: Pfarrbüros, Gemeindesaal, Cateringküche, barrierefreie Sanitärbereiche und ein Gästeappartement. Ein neuer Verbindungsgang betont elegant den klaren Natursteinkörper des Pfarrhauses und verbindet ihn unaufdringlich mit der Kirche. Der leichte Glaskörper ordnet sich den beiden massiven Körpern von Kirche und Gemeindezentrum unter, verbindet sie und unterstreicht die Bedeutung des Platzes. Er bildet ein großzügiges Foyer für die Kirche wie für das Gemeindezentrum. Eine Faltwand kann bei Bedarf Foyer und Gemeindesaal voneinander trennen. Die Materialien Kupfer, geschliffener Weißestrich, Eichenholz und Bronze machen die Eingriffe in den Bestand erkennbar, ohne sie in den Vordergrund zu stellen.

www.km-architekten.de

Beteiligte Fachplaner

  • Dipl.-Ing. Hans Baller, Ahnatal (Tragwerk)
Steffen Ackermann, Kassel
Steffen Ackermann, Kassel
Steffen Ackermann, Kassel
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Steffen Ackermann, Kassel
Steffen Ackermann, Kassel
Steffen Ackermann, Kassel
Steffen Ackermann, Kassel

Preisträger

„Große Häuser, kleine Häuser – Ausgezeichnete Architektur in Hessen“ 2008-2013 – Simon-Louis-du-Ry-Plakette

Juryurteil

Eine kleine Maßnahme, eher unauffällig, aber eine große Wohltat: die Überarbeitung des Pfarr- und Gemeindehauses und seine Anbindung an die Martinskirche. Neben den üblichen Pflichten – Erneuerungen, funktionalen Verbesserungen und der energetischen Ertüchtigung – wurde mit sauber gesetzten, reduzierten Eingriffen, sorgfältiger Detaillierung und der räumlichen Eleganz des gläsernen Gangs Wichtiges erreicht: eine gute Fassung des südlichen Kirchplatzes und eine Aufwertung des städtischen Erscheinungsbildes an empfindlicher Stelle. So führt die Arbeit am Bestand beispielhaft zu einer Wertsteigerung für die Kirche und den urbanen Kontext zugleich.