© AV1 Architekten

Preisträger BDA-Architekturpreis Rheinland-Pfalz 2012

Neubau Pfarrheim St. Stephan und Mensa Willigis-Gymnasium

Mainz

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Neubau Pfarrheim St. Stephan und Mensa Willigis-Gymnasium

Mainz
Projekt
Neubau Pfarrheim St. Stephan und Mensa Willigis-Gymnasium
Architekt
AV1 Architekten GmbH, Dipl.-Ing. Architekt Jürgen Butz, Prof. Dipl.-Ing. Architekt BDA Michael Schanné, Kaiserslautern
Bauherr
Bistum Mainz

Aus der Juryentscheidung:

Der Neubau nimmt mit eigenständigen Baukörpern unterschiedliche Nutzungen als Erweiterung des historischen Grundstücks auf. Der Beitrag einer Verdichtung der innerstädtischen Situation nutzt geschickt das Potential an Außenraum und Höhenentwicklung aus.

Konstruktion und Fassade der maßstäblichen Bauten wirken neben dem dominierenden Kirchenbau durch die Wahl des Baustoffs Beton treffend gewählt.

Übergeordnetes Ziel des Entwurfs ist es, ein Haus zu schaffen, das sich maßstäblich sowohl in die vorhandenen, historisch gewachsenen Strukturen einfügt als auch im Inneren unverwechselbare Situationen besitzt. Das Haus als Lebens- und Lernraum, als begeh- und begreifbare Raumfolge im Außen- und Innenraum ist Konzept für das Projekt. Der Kreuzgang der Pfarrkirche St. Stephan, der unmittelbar an das Grundstück grenzt, definiert den vorgefundenen Ort dabei räumlich und atmosphärisch in hohem Maße.

Ein Satteldachhaus, in Anlehnung an das ehemalige Küsterhaus nimmt die Räume für die Pfarrgemeinde St. Stephan und St. Ignaz auf, während ein Gebäude die Klassenzimmer des Willigis-Gymnasiums und den multifunktional nutzbaren Speisesaal beinhaltet. Beide Nutzungen sind auf einfache Art ablesbar; die Identifikation der Schüler und der Gemeinde mit ihrem Haus ist gegeben.

Eine Lichtfuge zwischen den Gebäuden und der historischen Außenwand des Kreuzgangs verbindet das Bestehende und das Neue mit respektvollem Abstand. Der Zwischenraum, als Foyer und Erschließungsweg dient als Ort der Kommunikation mit Ausblick ins Freie und macht die Besonderheit der Situation im Innenraum auf allen Ebenen erfahrbar.

Die Höhenentwicklung der Baumaßnahme orientiert sich an der Höhe der Wand des Kreuzgangs, so dass der Neubau vom Innenraum des Kreuzgangs aus nicht in Erscheinung tritt.

Die eingewobenen Höfe, die sowohl als Lichtquelle als auch als vielfältig bespielbarer Freiraum dienen, gliedern auf einfache Art das Bauwerk und erweitern visuell die Räume im Haus. So entstehen überraschende und atmosphärisch dichte Raumerlebnisse.

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Preisträger

BDA-Architekturpreis Rheinland-Pfalz 2012 – Anerkennung