Christa Lachenmaier

Preisträger Auszeichnung guter Bauten des BDA Mülheim an der Ruhr 2017

Hochschule Ruhr West, Campus Mülheim an der Ruhr

Mülheim an der Ruhr

Christa Lachenmaier
Projekt
Hochschule Ruhr West, Campus Mülheim an der Ruhr
Architekt
ARGE HPP Architekten, Düsseldorf, mit ASTOC Architects and Planners, Köln
Bauherr
Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, Niederlassung Münster

Hochschule Ruhr West, Campus Mülheim an der Ruhr

Christa Lachenmaier
Christa Lachenmaier
Christa Lachenmaier
Christa Lachenmaier
Christa Lachenmaier
Christa Lachenmaier
Christa Lachenmaier
Christa Lachenmaier
Christa Lachenmaier
Christa Lachenmaier

Preisträger

Auszeichnung guter Bauten des BDA Mülheim an der Ruhr 2017 – Auszeichnungen

Juryurteil:
Das dem Bau der Hochschule Ruhr West zugrunde liegende Hochbaukonzept der ARGE HPP/ASTOC überzeugt durch klar gegliederte Raumstrukturen und Urbanität mit einer  für einen Hochschulstandort angemessenen maßstäblichen Bebauung von zwei bis fünf Geschossen. Kompakte, in die Höhe gestaffelte Baukörper der Institutsbereiche prägen mit zurückhaltender Formensprache die Raumkanten. Die Haupterschließung erfolgt hierbei über die Foyers, die sich in Richtung der Campusmitte orientieren.

Die eingestellten Solitärgebäude (Hörsaal, Bibliothek, Mensa) treten mit eigenständiger architektonischer Haltung in Erscheinung, wobei die Bibliothek symbolisch eine Sonderstellung einnimmt. Als würfelförmiger Kubus erbaut, liegt in ihr das Wissen aller Forschungen verborgen.

In Bezug auf die Materialität ist die Architektursprache reduziert. Durch die nuancenreiche Gestaltung der Fassade mit beigen und hellbrauen Ziegeln, den Fensterbändern und roten Sonnenschutzlamellen stehen alle Baukörper im Dialog zueinander und definieren eine einheitliche Hochschuladresse.

Im Inneren erzeugen Sichtbetonwände und -böden einen gewünschten Werkstattcharakter, der durch das farbige Mobiliar aufgelockert wird. Verbindendes Element zwischen den acht Neubaukörpern sind die als Kommunikations-, Aufenthalts- und Wegeflächen konzipierten Freiräume. Freiraummittelpunkt ist hierbei der Forumsplatz als Ort der Kommunikation mit allen wichtigen Einrichtungen mit öffentlichem Charakter (Mensa, Bibliothek, Hörsaalzentrum).

Der den Institutsgebäuden zugrunde liegende modulare Aufbau ermöglicht ein variables und flexibles Raum-und Funktionsprogramm (Forschung, Büro, Lehre). Damit wird ein nachhaltiger Beitrag zur maximalen Flexibilität geleistet und ermöglicht einer wachsenden Hochschule auch zukünftig ein „Atmen“.

Neben der „Nachhaltigkeit der Architektur“ überzeugt das Konzept der ARGE HPP/ASTOC auch durch eine Optimierung der Energieeffizienz. Hierbei wurden die energetischen und raumklimatischen Potenziale, die insbesondere in der Ausbildung der Baukörper liegen, durch eine kompakte Bauweise, klare und einfache Orientierung und Minimierung der Verschattung umgesetzt. Die Fassadenausbildung mit der natürlichen Belichtung und Belüftung trägt ebenfalls zu einer positiven Energiebilanz bei.

Der Bau der Hochschule Ruhr West ist ein gelungenes Beispiel für nachhaltiges, energieeffizientes, urbanes und lehrendes Bauen.