Michael Reisch

Preisträger Auszeichnung guter Bauten des BDA Mülheim an der Ruhr 2017

Einfamilienhaus Velauer Straße, Mülheim an der Ruhr

Mülheim an der Ruhr

Michael Reisch
Projekt
Einfamilienhaus Velauer Straße, Mülheim an der Ruhr
Architekt
Georg Döring Architekten BDA, Düsseldorf
Bauherr
Dominic Brach

Einfamilienhaus Velauer Straße, Mülheim an der Ruhr

Michael Reisch
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Michael Reisch

Preisträger

Auszeichnung guter Bauten des BDA Mülheim an der Ruhr 2017 – Auszeichnungen

Juryurteil:
Das zweigeschossige Einfamilienhaus fügt sich harmonisch in die angrenzende Wohnbebauung ein, greift die kubische Formensprache der Nachbarhäuser auf und interpretiert sie den Anforderungen der Wohnlage angemessen und zeitgemäß: Während die im Obergeschoss ohne Fenster auskommende Fassade das Wohnen visuell und akustisch von der stark befahrenen Landstraße abgrenzt, schaffen die großzügigen Fenster- und Schiebetürflächen auf der Rückseite eine harmonische Überleitung zwischen Wohnraum, Garten und dem dahinter sich anschließenden Landschaftsschutzgebiet.

Trotz der gebotenen Abschottung zum Straßenverkehr überzeugt aber auch die Schauseite des Gebäudes durch fließende Übergänge zwischen öffentlichem und privatem Bereich, angefangen bei den straßenseitig bepflanzten Grenzmauern über die weite Toreinfahrt und die partiell bepflanzten Stufen bis hin zum verglasten Entree, das sich vor dem zurückspringenden Erdgeschoss prominent behauptet.

Die lichtdurchflutete Eingangssituation mit der weit ausladenden Eingangstreppe verschafft dem Gebäude trotz des schmalen Baugrundstücks und der flankierenden Abfahrt zur Tiefgarage, in der sechs Fahrzeuge Platz finden, einen großzügigen Auftritt, der sich im offen gestalteten Wohnbereich und der gartenseitig raumhohen Glasfassade fortsetzt. Die rhythmisch und grafisch ausgewogene Verteilung von Kanten und Volumen der vor- und zurückspringenden Geschosse verleiht dem Gebäude eine skulpturale Eleganz, die sich von allen Seiten erschließt.

Die Jury überzeugte neben dem klar durchdachten Gesamtkonzept und der materialgerechten Verarbeitung der einzelnen Gewerke vor allem die kompakte, dabei aber nicht „wehrhaft“ wirkende Fassade des Gebäudes sowie die konsequente Öffnung zum Garten, wobei die Natur in die Wohnung hineingeholt und zum Bestandteil des Wohngefühls wird.